ASF – Geh denken!*

Bei Aktion Sühnezeichen Friedensdienste handelt es sich um einen gemeinnützigen Verein, der 1958 von der evangelischen Kirche ins Leben gerufen wurde. Trotz seiner christlichen Wurzeln steht ASF allen Religionen und Weltanschauungen offen. Das Ziel des Vereins ist historisch bedingt und betrifft den verantwortungsbewussten Umgang mit der NS-Vergangenheit. ASF setzt sich für die Aufarbeitung der nationalsozialistischen Verbrechen des 20. Jahrhunderts ein und kämpft aktiv gegen jegliche Form von Ausgrenzung und Fremdenfeindlichkeit in unserer heutigen Gesellschaft.

Ein zentraler Bestandteil der internationalen Öffentlichkeitsarbeit von ASF sind einjährige Friedensdienste. Der Gründungsaufruf des Vereins verdeutlicht dessen Handlungsabsichten: „[Wir] bitten […] die Völker, die Gewalt von uns erlitten haben, dass sie uns erlauben, mit unseren Händen und mit unseren Mitteln in ihrem Land etwas Gutes zu tun“. Mit dem Ziel entsendet ASF jährlich 180 Freiwillige in insgesamt 13 Länder, die im Zeitalter des Zweiten Weltkriegs besonders unter Deutschland gelitten haben. Dazu zählen Belgien, Polen, Großbritannien, Frankreich, Norwegen, Belarus, Russland, die Ukraine, die Tschechische Republik, Israel, die Niederlande und die USA. Friedensdienste werden im sozialen Bereich (Arbeit mit älteren Menschen, sozial Benachteiligten, Menschen mit Behinderungen oder psychischen Erkrankungen) sowie in der politischen und historischen Bildung (Menschenrechtsorganisationen, Antidiskriminierungsbüros, Gedenkstätten, Museen, Archive) angeboten.

Daneben gibt es auch die Möglichkeit, an Kurzzeitfreiwilligendiensten (sogenannten Sommerlagern) teilzunehmen, im Rahmen welcher sich oft internationale Gruppen einem konkreten Projekt widmen, beispielsweise Renovierungsarbeiten auf Gedenkstätten, Mitarbeit in jüdischen Gemeinden etc. Mit dem Ziel einer friedvollen Gesellschaft setzt ASF Zeichen für multikulturelle Solidarität und gegen das Vergessen. Es wird ein lebendiger, zukunftsgerichteter Austausch zwischen Nationen und Völkern erhalten.

Neben den oben erwähnten Arbeitsfeldern organisiert ASF diverse Veranstaltungen, die Aufklärung und Kommunikation bezwecken und interkulturelle Begegnungen hervorrufen. Der Verein engagiert sich in den Themenbereichen Rassismus und Gewaltprävention. ASF ist in diesem Sinne keine Freiwilligenorganisation, sondern primär eine Friedensorganisation, die für eine Welt im friedlichen Dialog plädiert.

*Für das Erkennen des Wortspiels im ASF-Slogan (Gedenken/ Geh denken) habe ich ein paar Monate in Anspruch genommen.

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